Konrad von Sellenbüren, Kloster Engelberg

Konrad von Sellenbüren , ermordet am 2. Mai. im Jahr 1124, war ein lokaler Adliger aus dem Limmattal und gilt als Gründer des Klosters Engelberg. Er entstammte einem freien Geschlecht mit Besitz in Sellenbüren, Stallikon und Bergdietikon (u. a. Weiler Gwinden). Konrad verschenkte am 22. November 1122 grosse Teile seines Grundbesitzes – darunter die Ländereien in Bergdietikon – an das neu gegründete Kloster Engelberg. Die Stiftungen wurden 1124 durch Kaiser Heinrich V. bestätigt. Konrad erscheint in mehreren frühen Urkunden und spielte eine bedeutende Rolle in der Christianisierung und Erschliessung des oberen Limmattals und des Albisraums.


Portrait (Öl auf Leinwand) des Konrad von Sellenbüren, ca. 1740. Das Bild zeigt den Ritter Konrad im Harnisch mit der Märtyrer-Palme der linken Hand und mit der Darstellung des Klosters, ein barocker Neubau nach 1729/30, in der rechten Hand.

Im 13. Jahrhundert begannen viele Klöster, ihre weit verstreuten Besitzungen zu konsolidieren. Für das Kloster Engelberg waren die Güter im Limmattal aufgrund der Distanz schwer zu verwalten und wirtschaftlich weniger effizient. Gleichzeitig baute das 1227 gegründete Kloster Wettingen seinen Besitz in der Region gezielt aus. In diesem Zusammenhang kam es zu einer schrittweisen Übertragung von Gütern und Rechten durch Tausch, Verkauf und die Abgabe von Nutzungsrechten wie Zehnten oder Höfen.

Das Kloster Engelberg gab seine Besitzungen im Raum Bergdietikon ganz oder teilweise an Wettingen ab.

Wettingen entwickelte sich dadurch zum zentralen Grundherrn vor Ort, organisierte die Landwirtschaft, regelte Abgaben und übernahm teilweise auch gerichtliche Aufgaben. Bergdietikon gelangte somit nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern schrittweise im 13. Jahrhundert von Engelberg an Wettingen.

Zisterzienserkloster von 1227 bis 1841, Aufhebung im Zuge der Aargauer Klosteraufhebungen, danach Nutzung als Kulturstädte, für diverse Bildungsseminare und seit 1976 als Kantonsschule Wettingen

AI-Generierte Darstellungen basierend auf dem Ölbild von Konrad von Sellenbüren. Das Ölbild war über 600 Jahre nach seinem Tod gemalt worden. Die Genauigkeit des Ölbilds muss daher mit einer gewissen darstellerischen Toleranz bewertet werden.

Die zwei AI-generierten Bilder zeigen einen jungen Konrad (Links) und einen älteren Konrad (Mitte) von Sellenbüren. Die beiden Bilder dienten als Grundlage, um den Konrad von Sellenbüren für das Jahr 2025 zu generieren. (Rechts)